WIR MÜSSEN REDEN!

18.04.2017

„Wir müssen wieder mehr über Politik diskutieren – wir dürfen das Wort nicht den Rassisten und Rechten überlassen“, war der Leitsatz einer Diskussionsveranstaltung von SPD und engagierten Bürger, Grüne/Bündnis90 und Freie Liste Umland im Gasthaus zum Goldenen Löwen in Kallmünz.

 

Die Anwesenden waren sich einig: Der neue Nationalismus mit seiner Verachtung der Grund- und Menschenrechte und seiner Beschneidung der Freiheit sind nur scheinbar weit weg von uns. Die populistischen und rassistischen Politparolen in den USA, in England, Polen, Ungarn und der Türkei findet man auch bei uns. Und dies nicht heimlich, verschämt und verborgen. Die Feinde von Freiheit und Demokratie trauen sich wieder heraus aus ihren Löchern. Sie sind auch bei uns aktiv und verteilen ihr Gift. Die AfD entpuppt sich immer mehr als menschenfeindliche Gruppierung, die mit Hassparolen ihre Mitmenschen in Angst versetzt. Ganz in unserer Nähe: Die braune Sippschaft beschimpft und bedroht den Bürgermeister von Regenstauf in übler Weise, weil er sie nicht in das gemeindliche Kulturhaus lässt.

 

Wir alle, die die Freiheit, die Gleichheit und die Würde aller Menschen schützen wollen, sind herausgefordert. Wir müssen handeln. Wir Bürger dürfen nicht mehr zuschauen und hoffen, „die da oben“ werden das schon richten. Denn wer schweigt, wird schnell vor deren Karren gespannt, indem er zur schweigenden Mehrheit ihrer Unterstützer erklärt wird.

 

Sowohl in den USA als auch in England, Polen und Ungarn gibt es jetzt viele Menschen, die sich ärgern, dass sie den Trump-Fanatikern, den Brexit-Befürwortern, den Kaczinski- und Orban-Anhängern nicht rechtzeitig Kontra gegeben haben.

 

Wir sollten uns nicht eines Tages ärgern müssen, wenn die EU auseinanderbricht und in Deutschland wieder Leute das Sagen haben, die nichts von Gleichberechtigung von Mann und Frau halten, die auf freie Meinungsäußerung mit Verfolgung reagieren, die die Würde aller Menschen mit Füßen treten.

 

„Das kommt bei uns nicht mehr“, sagen viele ganz gerne. Aber schauen wir in die Türkei, nach Ungarn, Polen, in die USA und beobachten wir die Entwicklung in Frankreich. Sie kann auch zu uns kommen, diese menschenverachtende Politik – im Grunde ist sie schon am Start und steht sogar auf unseren Wahlzetteln. Es gibt leider wieder viele Menschen bei uns, die sich nichts mehr aus Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit machen. Es gibt aber auch Menschen, die ihre Grundrechte vielleicht nicht einmal mehr kennen und es deshalb nicht merken, wenn man sie ihnen wegnehmen will.

 

Wir alle, die wir weiterhin in Freiheit und Demokratie leben wollen, wir müssen auch für deren Erhalt eintreten und mit den Waffen der Demokratie dafür kämpfen!

 

Es gibt bewährte Strategien und Vorgehensweisen, die Desinformation und Lügen der rechten Populisten zu entlarven und deren Angstmache zu entgiften. Ihre Erfahrungen hierzu haben die Besucher der Veranstaltung geteilt und in einer offenen Diskussion zur Nachahmung empfohlen.

 

Unter dem Motto „Wir müssen reden“, werden demnächst weitere Veranstaltungen stattfinden.

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