Raiffeisen stellt Kallmünz vor große städtebauliche Herausforderungen

18.12.2016

 

Das Lagerhaus Kallmünz wird spätestens im Jahr 2018 seine Tore schließen. Netto wird ebenfalls spätestens 2018 das jetzige Gebäude, das ebenfalls der Raiffeisen gehört, verlassen und gegenüber an der Amberger Straße sein Geschäft betreiben. Das Bankgebäude am Marktplatz ist schon jetzt für die dort noch Beschäftigten zu groß. Mutmaßlich reichen künftig einige wenige Büros  im jetzigen Lagerhausgelände.

 

Was soll mit dem Lagerhausgelände, mit dem Netto-Gebäude, mit dem Bankhaus am Marktplatz geschehen?

 

Wir von SPD und engagierte Bürger sagen, das ist eine gemeinsame Angelegenheit der Marktgemeinde und der Raiffeisengenossenschaft.

Es ist zur Lösung dieser Fragen hilfreich, wenn die Marktgemeinde untersuchen und klären lässt, welche baulichen Nutzungen auf diesen Plätzen und in den Gebäuden für Kallmünz nützlich und sinnvoll sind. Daraus kann die Marktgemeinde die entsprechenden planerischen Voraussetzungen ableiten.
 

Der Raiffeisengenossenschaft eröffnet sich damit die Chance, wirtschaftlich interessante Nachnutzungen aufgezeigt zu bekommen und die Gewähr zu haben, im Interesse der Bevölkerung zu handeln.

Lagerhaus- und Nettogelände, auch das Bankgebäude, haben wegen ihrer Lage eine sehr wichtige städtebauliche Bedeutung für Kallmünz. Andererseits eignen sich diese Flächen und Gebäude ausgezeichnet, infrastrukturelle Defizite für die Entwicklung der Marktgemeinde hier auszugleichen. Wegen dieser besonderen Komplexität schlagen wir ein professionelles Vorgehen für die Lösungsfindung vor:

  1. Die Marktgemeinde Kallmünz beantragt bei der Regierung der Oberpfalz ein städtebauliches Maßnahmengebiet mit der Begründung, dass auf den erwähnten Flächen mittelfristig große Umbrüche stattfinden.

  2. In Abstimmung mit der Regierung der Oberpfalz und ggfls. der Raiffeisengenossenschaft Hemau-Kallmünz wird das Maßnahmengebiet festgelegt.

  3. Nach Förderzusage durch Regierung: Erstellung eines städtebaulichen Grobkonzeptes mit Erarbeitung von Entwicklungszielen für die o. g. Flächen und Gebäude.
    Verkehr: Einzubeziehen in die planerischen Überlegungen sind auch die Straßensituationen Staatsstraße und alte Dinauer Straße. Teil diesbezüglicher Überlegungen soll auch die Parksituation und die Beruhigung des Durchgangsverkehrs sein.
    Alle diese Überlegungen sollen geleitet werden von den beiden besonderen Alleinstellungsmerkmale des Ortes Kallmünz: Kallmünz hat eine große Tradition als Künstlerort und ist umgeben von einer wunderschönen Landschaft!
    Grundlage des Konzeptes soll eine fundierte Analyse der infrastrukturellen Bedürfnisse des Marktes, z.B. Fremdenverkehr (Gasthaus, Cafe, Freizeiteinrichtungen, Wellness, Angebote für Radfahrer), Wohnen (günstige Wohnungen, Mehrgenerationenhaus, Wohnformen für Ältere), Arbeiten (kleine Werkstätten, Heimbüros, kleine Läden, Bauernmarkt), sein.

  4. Nach Vorliegen eines städtebaulichen Grobkonzeptes können Einzelmaßnahmen können Einzelmaßnahmen gesondert betrachtet werden.

  5. Der Turm des Lagerhauses sowie das ehemalige Bürogebäude wirken ortsbildprägend für Kallmünz. Ihr Bestand ist zu sichern. Adäquate Nutzungen sind sicherlich zu finden.

  6. Zu den Kosten:

    Städtebauliche Konzepte können sehr hoch gefördert werden. Der Anteil der Marktgemeinde bleibt somit im wirklich überschaubaren Rahmen.

    An einen Realisierungswettbewerb ist sicher der Grundstückseigentümerin gelegen. Nur so erhält sie die optimalste Lösung für die zukünftige Nutzung ihrer Immobilien.

  7. Die Raiffeisengenossenschaft Hemau-Kallmünz als Eigentümerin ist dann Trägerin der Investitionen. Finanzmittel der Städtebauförderung dürften wegen der städtebaulichen Bedeutung dieses Ortsbereiches möglich sein.

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