Eine Allianz gegen Rechts

08.12.2016

 

Es liegt an uns, den Provokationen, Manipulationen und gezielten Falschinformationen der rechten Propaganda entgegen zu treten. Dies war auch die einhellige Meinung der zahlreichen Teilnehmer an der Veranstaltung zum Thema “rechte politische Aktivitäten in unserem Lande und in unserer Region“. Thomas Witzgall von der Initiative „Endstation Rechts“ berichtet über die Aktivitäten rechten Parteien mit ihren radikalen Thesen, die letztendlich unsere demokratische Grundordnung bedrohen würden. Sie alle sind zutiefst, auch die AfD, für Rassismus, Antifeminismus, nationalsozialistische Ideologien, Antisemitismus und vertreten radikale Wirtschaftsthesen, die eindeutig zu Lasten der kleinen Leute gehen.

 

Die SPD und engagierte Bürger, die Grünen und die Freie Liste Umland hatten zu einem Vortrag zu diesem Thema ins Gasthaus „Goldener Löwe“ eingeladen. Stellvertretend für die Veranstalter begrüßte Josef Wein die zahlreichen Gäste. Ausgehend von der erfolgreichen Propaganda bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl und den unglaublichen Manipulationen und Provokationen des rechten Kandidaten bei der österreichischen Präsidentenwahl, blickte er auf die Bundestagswahl 2017 und fragte, wie den zu erwartenden Lügen der rechten Parteien begegnet werden könne.

 

Witzgall ging ausführlich auf die Strukturen und Akteure der NPD in unserer Region ein. Viele ihrer Funktionäre in den Führungsebenen seien vorbestraft und hätten einen zweifelhaften Ruf. Zu dieser Gruppe würden auch die sog. Patrioten im Städtedreieck zählen, der auch Ortsansässige angehören, die ihre menschenverachtenden Kommentare sowie demokratiefeindlichen Äußerungen in den sozialen Netzwerken veröffentlichen würden.

 

Auch Organisationen wie der „Dritte Weg“, die „Identitären“ oder die „Reichsbürger“ würden in unserer Region agieren und mit unterschiedlichen Mitteln versuchen, die Bürger zu verängstigen und zu manipulieren. Sie schrecken auch vor Provokationen und Attacken nicht zurück. Ihr Ziel ist stets, die Demokratie zu destabilisieren.

 

„Was kann man dagegen tun?“, fragten viele der Anwesenden. Witzgall behauptete „Man muss den Ausgrenzungs- und Verfeindungsstrategien der aggressiv-populistischen Rechten massiver entgegentreten; man muss viel emotionaler als bisher für Achtung für den anderen werben“. Darum drehte sich auch die lange und intensive Diskussion. Man dürfe die Lügen, Manipulationen und Provokationen keinesfalls hinnehmen, war die übereinstimmende Erkenntnis. Den rassistischen Äußerungen, der Geringschätzung von Frauen sowie der Herabsetzung anderer Religionen und Menschen anderer Nationalität seien sofort zu widersprechen und zu korrigieren. Das gelte sowohl im privaten Umfeld, als auch in Gesellschaft und den sozialen Netzwerken.

 

Am Ende der Veranstaltung kam man überein, sich mit diesem Thema weiter zu beschäftigen und Strategien und Überlegungen anzustellen, wie man diesen undemokratischen  und unmenschlichen politischen Umtrieben der Rechten begegnen kann. Die Vorsitzenden der veranstaltenden Parteien, Josef Wein, Dr. Eva Schropp und Rudolf Maldoner versprachen, an diesem Thema dranzubleiben und demnächst eine weitere Veranstaltung hierzu zu organisieren.

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