Aktuelles aus dem Marktrat: Kläranlage, Turnhalle und Radwege

Kläranlage Kallmünz – keine Erweiterung notwendig!

 

„Geht’s noch“, möchte man rufen, wenn man die Diskussionen um die Erweiterung der Kläranlage Kallmünz in den vergangenen Jahren betrachtet. Mal hieß es, die Kläranlage ist groß genug, um alle Dörfer der Marktgemeinde aufzunehmen. Ein anderes Mal kamen „die Experten“ zu dem Schluss, die Kläranlage müsste erweitert werden, nur so könnten die Grenzwerte eingehalten werden. Wechselhaft wie das Wetter waren die „Expertenmeinungen“ der vergangenen Jahre. Dann musste alles ganz schnell gehen. Vor über einem Jahr wurde eine Planung in Auftrag gegeben, um die technischen Einrichtungen schnellstmöglich sanieren zu können. Ein zusätzliches Klärbecken braucht es, um das aus den neu angeschlossenen Dörfern hinzu kommende Schmutzwasser ordentlich reinigen zu können, hieß es. Mehrere zehntausend Euro kostete diese Planung. Das Wasserwirtschaft erließ schon lange vorher einen Bescheid, wonach einige Teile der Erweiterung bezuschusst werden könnten. Fast ein Jahr war nun Sendepause.

Überraschendes brachte nun diese Marktgemienderatssitzung. Der Bürgermeister verteilte ein Schreiben des Wasserwirtschaftsamtes an die MArkträte. Inhalt des Schreibens: Eine Notwendigkeit für eine Erweiterung der bestehenden Kläranlage kann nicht erkannt werden.

Marktrat Josef Wein fragte nach, wer denn die entstandenen Planungskosten bezahle. Antwort des Bürgermeisters: Die Marktgemeinde Kallmünz. Damit war Josef Wein nicht einverstanden. Er forderte, das Wasserwirtschaftsamt möchte sich in angemessenem Umfang an den Planungskosten beteiligen. Erst dann sollte die Marktgemeinde dem Ansinnen des Wasserwirtschaftsamt nachkommen, den Zuwendungsbescheid löschen zu können. Nach einiger Diskussion schloss sich der gesamte Gemeinderat dieser Auffassung an. Der Bürgermeister wurde beauftragt, mit dem Wasserwirtschaftsamt über eine angemessene Bezuschussung der Planungskosten zu verhandeln.

 

Bauantrag Schulturnhalle

 

Der  Marktgemeinderat erteilte zum Bauantrag für die Erweiterung, Umbau und Generalsanierung der Schulturnhalle Kallmünz das gemeindliche Einvernehmen.

Der neue Zugang zur Sporthalle für den Vereinssport ist im Bereich der derzeitigen Haltestelle der Schulbusse vorgesehen. Markträtin Angela Weigert stellte fest, dass in diesem Bereich kein barrierefreier Zugang möglich ist, da die Planungen Stufen im Bereich des Eingangs enthalten.

Lediglich ein barrierefreier Zugang ist durch das Schulgebäude möglich. Für Zuschauer mit Handicap ist bei Vereinswettkämpfen und Vereinsveranstaltungen kein barrierefreier Zugang möglich.  Die Markträte von SPD und engagierten Bürgern bedauern dies ausdrücklich.

 

Neues LEADER-Projekt

 

Die Gemeinden entlang des „Fünf-Flüsse-Radweges“ planen eine „qualitätsorientierte Weiterentwicklung“ im Rahmen der neuen LEADER-Förderperiode. Ziel ist, die „touristische Infrastruktur“ entlang des Radweges zu verbessern.  Die Marktgemeinde Kallmünz möchte sich mit zwei Teil-Projekten beteiligen: In der Grünfläche an der Kreuzung der Staatsstraße St 2235 beim Friedhof, hier steht derzeit das Denkmal für Partnerschaft mit St. Genes-Champanelle, soll ein Ruhe- und ein Informationspavillion mit Sitzmöglichkeiten und Informationstafeln geschaffen werden. Parkmöglichkeiten und evtl. eine E-Tankstelle könnten die Gestaltung ergänzen.

Ebenfalls ein Ruhe- und ein Informationspavillion sollen in Krachenhausen im Bereich des geplanten Spielplatzes entstehen, ebenfalls auch Sitz- und Informationsmöglichkeiten.

Markträtin Angela Weigert kritisierte diese doppelte Ausstattung innerhalb kürzester Distanz. „Es braucht keine 2 Pavillions innerhalb einer Radstrecke von weniger als 2 km“, so ihre Feststellung. „Sinnvoller sei es, in Krachenhausen einen ordentlichen Spielplatz anzulegen. Außerdem befinde sich das Gasthaus Birnthaler in unmittelbarer Nähe. Dort könnten Radfahrer ebenfalls rasten und sich versorgen.“ Der Bürgermeister sicherte zu, dass ein Spielplatz in Zuge der Maßnahme errichtet werde.

Gemeinderat Rainer Hummel forderte, dass die LEADER-Planung so lange wie möglich offen gehalten werden sollte. Es könnten in nächster Zeit evtl. sinnvollere Projekte entstehen, die den LEADER-Förderkriterien entsprechen. Dann sollte die Möglichkeit bestehen, diese im Rahmen von LEADER zu verwirklichen. Der Marktrat stimmte mehrheitlich den beiden Projektskizzen zu.

 

Radweg Kallmünz Holzheim

 

Marktrat Josef Wein erkundigte sich nach dem aktuellen Stand eines Radweges von Kallmünz nach Holzheim. Nach seinen Informationen solle demnächst damit begonnen werden. Der Bürgermeister bestätigte, dass die Verwirklichung innerhalb des Zeitraums bis zum Jahr 2020 geplant sei. Die Marktgemeinde solle für den Grunderwerb zuständig sein. Bisher ist das Straßenbauamt jedoch noch nicht an die Marktgemeinde herangetreten.

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