Baugebiet Spindelberg – KFB stellt sich vor

13.08.2014

In der letzten Sitzung schilderte ein Bauträger, wie er sich die Planung, Erschließung und Vermarktung des Baugebietes an der Holzheimer Straße vorstellt. In dieser Sitzung stellte sich der Erschließungsträger KFB (Fachberatung für Kommunen GmbH) vor. Sie planen und erschließen Baugebiete im Auftrag von Kommunen. Die Marktgemeinde Kallmünz ist mit dieser Firma seit längerem verbunden. Mit ihr bestehen sog. Geschäftsbesorgungsverträge. Der Marktgemeinde vermittelte sie z. B. preiswerte Darlehen zur Finanzierung der Kanalisation für die Dörfer.

 

KFB würde die Erschließungsträgerschaft nach§ 11 BauGB übernehmen. Dazu bedarf es eines Vertrages mit der Marktgemeinde. Sie würde auch die Finanzierung der Planung und der Straßen- und Kanalherstellung übernehmen. Marktrat Josef Wein fragte nach, ob KFB auch für den jetzigen Eigentümer des Baugrundstückes arbeiten würde. Diese Frage verneinte der Vertreter der Firma, sie arbeiten nur für Kommunen. Rainer Hummel wollte wissen, ob alle entstehenden Kosten auf die Baugrundstücke umgelegt werden können. Dies wurde bejaht, bei der Marktgemeinde verbleiben keinerlei Kosten. Markträtin Angela Weigert fragte, ob eine Verwirklichung des Baugebietes in mehreren Abschnitten kostenmäßige Nachteile mit sich brächte und wie ein Einheimischen-Modell verwirklicht werden könnte. Die Antworten: Zwei bis 3 Abschnitte bringen nur marginale Kostenmehrungen. Einheimischen-Modelle sind nur noch in Verdichtungsräumen um große Städte herum üblich. Die Marktgemeinde kann den Abverkauf an einheimische Bauwerber steuern und gegebenenfalls eine Bebauungspflicht festsetzen. Rainer Hummel interessierte, ob KFB evtl. eine Marktanalyse erstellen würde. Diese wurde vom Referenten für zu teuer und zu wenig aussagekräftig eingestuft.

 

Die Fa. KFB hinterließ bei den Marktgemeinderäten der SPD einen kompetenten Eindruck. Die Diskussion zeigte im Übrigen, dass die Haltung der SPD, mit Bauland sparsam umzugehen und dieses vorwiegend für einheimische Bewerber zu verwenden, langsam auch bei der Mehrheitsfraktion ankommt. Auch die von uns immer schon vertretene Auffassung, eine evtlle. Abbiegespur von der Staatsstraße kann auch bei mehreren Abschnitten auf alle Bauplätze umgelegt werden, wurde vom KFB-Vertreter bestätigt.

In einer der nächsten Sitzung wird der Marktgemeinderat über das weitere Vorgehen entscheiden.

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