Dringender Handlungsbedarf bei der Kallmünzer Turnhalle

18.02.2014

Ein in Teilen katastrophales Bild vom Zustand der Turnhalle in Kallmünz zeichneten die Vertreter von zahlreichen Vereinen beim 6. Bürgergespräch der Wählergruppe SPD und engagierte Bürger. So ist der Boden mittlerweile so marode, dass damit gerechnet werden muss, dass Sportler einbrechen, die Lagerkapazitäten von Sportgeräten ist völlig unzureichend, so dass Material in Schränken auf Flure und Gänge gelagert werden muss und die Sanitäranlagen mit lediglich zwei Duschen ebenfalls absolut unzureichend.

Michael Zenger vom ATSV Kallmünz schildert zum Teil kuriose Begebenheiten in der Turnhalle aufgrund der nicht funktionierenden Heizung. „Die gegnerischen Volleyballmannschaften kommen mit Wolldecken zu Spielen nach Kallmünz, damit Sie in der spielfreien Zeit nicht total auskühlen. Und der Schiedsrichter steht mit Mütze, Schal und Handschuhe am Netz“, so Zenger. Als tiefste, selbst gemessen Temperatur gab Zenger 7°C an.

Als weiteres Problem stellte sich auch die umgebende Infrastruktur heraus, da die Anfahrt zur Turnhalle nur durch Wohngebiete möglich ist und viel zu wenige Parkplätze an der Turnhalle vorhanden sind.

Auch die Belegung der Turnhalle mit den Vereinen führt vor allem in den Wintermonaten zu Schwierigkeiten. In dieser Zeit ist die Halle jeden Tag von 15:00 Uhr bis 22:00 Uhr und jedes Wochenende belegt. Verschiedenste Sportangebote müssen schon in den Bürgersaal verlegt werden, da die Kapazität der Turnhalle nicht ausreichend ist.

 

Besonders gravierend macht die Situation, dass diese Mängel auch für die Schülerinnen und Schüler der Johann-Baptist-Laßleben-Schule gelten. Ob die Sicherheit und das Wohlergehen der Kinder immer gewährleistet sind, lässt sich angesichts der gravierenden baulichen Mängel bezweifeln. Vor allem darum ist jetzt dringender Handlungsbedarf gegeben.

 

Die Anforderungen, die eine neue Turnhalle erfüllen sollte vielfältig. Für den Schulsport sind die Vorgaben klar geregelt. Für den Vereinssport gibt es jedoch auch Wünsche, die darüber hinausgehen. Vor allem eine Erweiterung auf eine echte Zweifachsporthalle bzw. sogar auf eine Dreifachsporthalle liegt den Vereinen am Herzen. Dadurch könnte die Halle vielfältiger genutzt werden und es entstünde mehr Belegungszeit. Aber auch Zuschauerplätze, Absperrmöglichkeiten für Wertgegenstände, mehr Geräteräume, angemessen Umkleidekabinen und sanitäre Anlagen stehen auf der Wunschliste.

Werner Meier brachte auch die Idee einer Mehrzweckhalle ins Gespräch, die eine anderweitige Nutzung, z.B. für Faschingsbälle, Musik- und Konzertveranstaltungen, möglich machen würde. Bei der Planung sollte dies auf jeden Fall mit geprüft werden.

Einig waren sich die Anwesenden, dass auch das Umfeld mit betrachtet werden und Verkehrserschließung und Parkflächen mit in die Planung einfließen muss. Ob nun eine Sanierung oder ein Neubau die beste Lösung ist, muss eine genaue Untersuchung ergeben. Allerdings könnte sich keiner der Anwesenden vorstellen, dass eine Sanierung der nunmehr 40 Jahre alten Turnhalle sinnvoll sei.

 

Durch den Schul- und Vereinssport sind sehr viele Bürgerinnen und Bürger des Marktes Kallmünz, aber auch der umliegenden Gemeinden Holzheim, Duggendorf und Wolfsegg von die Situation betroffen. Deshalb ist sich die Wählergruppe SPD und engagierte Bürger einig, dass das Thema Turnhalle jetzt dringend angegangen werden muss. „Uns ist es wichtig, dass alle Betroffenen, also Schulfamilie, Vereine und Anwohner ganz aktiv in den Planungsprozess mit einbezogen werden“ machte Rainer Hummel deutlich.

 

Als nächster Schritt, muss jetzt die Untersuchung des Schulverbandes Kallmünz zu den erwartbaren Kosten abgewartet werden. Die Turnhalle ist Eigentum des Schulverbandes und daher tritt zu aller erst die Schulverbandsversammlung die notwendigen Entscheidungen. Georg Bayerl bezeichnet es als bedauerlich, das nach der Einführung der Mittelschule nur noch die vier Bürgermeister aus Kallmünz, Holzheim, Duggendorf und Wolfsegg Mitglieder in der Verbandsversammlung sind. Darum sollte nach der Kommunalwahl geprüft werden, inwieweit es möglich ist, wieder Markt- und Gemeinderäte der Mitgliedskommunen in die Verbandsversammlung zu integrieren.

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